Neu im ATS Formel-3-Cup: Push-to-Pass
Die Formel 3 ist, zusammen mit der Formel 1, eine der erfolgreichsten Monoposti-Rennserien der Welt. Bereits seit 1975 wird die Formel 3 in Deutschland ununterbrochen ausgetragen. Es gilt die langläufige Meinung: wer in die Formel 1 will muss vorher die Formel 3 erfolgreich absolviert haben. Dies liegt auch an der artverwandten Bauweise der Rennwagen und vor allem an der umfangreichen Datenanalyse, an der sowohl in der Formel 3 als auch in der Formel 1 kein Weg vorbeiführt.
Ab 2012 gibt es zahlreiche Änderungen im ATS Formel-3-Cup, die sich auch auf den Technikbereich auswirken. Erstmals in der Geschichte kommt ein Exklusivmotor zum Einsatz, der die Kosten für Teams und Fahrer deutlich reduziert.
Das neue Vierzylinder-Triebwerk kommt aus dem Hause Volkswagen und nennt sich Volkswagen Power Engine. Maximal kann eine Leistung von rund 250 PS abgerufen werden. Die Normalleistung von rund 230 PS erhöht sich um weitere 20 PS, wenn der Fahrer die Push-to-Pass Funktion betätigt. Hierbei schaltet der Motor in ein spezielles Programm, das die Mehrleistung ermöglicht. Ausschließlich die Fahrzeugmodelle 2008 bis 2011 sind mit dem Volkswagen Power Engine im ATS Formel-3-Cup startberechtigt.
Die zusätzliche Wertung ‚ATS Formel-3-Trophy‘ ist den Fahrzeugmodellen 2002 bis 2007 vorbehalten. Hier stammen die Motoren von verschiedenen Herstellern, zum Beispiel Volkswagen, Mercedes oder Opel.
Die Chassis werden laut Motorsport-Weltverband FIA immer für einen Zeitraum von drei bis vier Jahren konstruiert. Die Grundkonstruktion darf zur neuen Saison lediglich durch ein Update verbessert werden.
Dallara ist seit einigen Jahren die unumwundene Macht im Formel-3-Sport. Nahezu alle internationalen Teams vertrauen auf die Konstruktion aus Italien. Neben dem Platzhirsch Dallara gibt es Chassis beispielweise von Mygalle und ArtTech. Die Chassis werden als Monocoque aus einem Kohlefaserverbundmaterial in Sandwich-Bauweise gefertigt. Das Mindestgewicht liegt bei 570 Kilogramm, das inklusive des Fahrers überprüft wird. Einstellbare Front- und Heckflügel sowie die ausgeklügelte Aerodynamik erlauben sehr hohe Kurvengeschwindigkeiten.










