Saisonrückblick Teil 2: Vanthoor setzt sich ab
(12.01.2010) Nach den ersten beiden Veranstaltungen in Oschersleben und auf dem Nürburgring, geht es nun weiter zum Hockenheimring, erneut nach Oschersleben, zum Lausitzring und nach Assen. Während die beiden Piloten von Van-Amersfoort-Racing das Siegerpodest anscheinend für sich gepachtet hatten, zeigten die beiden Piloten von Zettl Sportsline Nico Monien und Markus Pommer langsam Zähne.
Lauf 5+6: Van Ammerfoort Racing dominiert
Auf dem Hockenheimring zeigte Van Amersfoort Racing, dass dieses Jahr kein Weg an ihm vorbei gehen wird. Laurens Vanthoor und Stef Dusseldorp gewannen jeweils ein Rennen oder holten Platz zwei. Somit setzten sich die beiden in der Tabelle schon leicht von ihren Verfolgern ab. Pech hingegen hatte Rafael Suzuki im ersten Rennen: der Brasilianer startete von der Pole-Position, schied aber nach einem Unfall in der ersten Runde aus.
Rahel Frey kletterte im ersten Rennen erneut auf das Podest. Doch der sechste Lauf spielte ihr nicht gut mit. Sie stand ″nur″ auf der zwölften Position, würgte den Motor auch noch ab und fiel ans Ende des Feldes zurück. Im ersten Regenrennen der Saison schaffte sie nicht mehr den Sprung in die Punkte. Dafür durfte Nico Monien mit Rang drei seinen ersten Podestplatz in seiner noch kurzen Formel-3-Karriere feiern.
Lauf 7+8: Zettl Sportsline in der Spitze angekommen
Wieder zurück an Ort und Stelle des Saisonbeginns - in Oschersleben. Dieses Mal jedoch im Rahmen der FIA GT Meisterschaft. Jetzt war beim neuen Team Zettl Sportsline die Eingewöhnungsphase endgültig vorbei. Nico Monien kam mit den Plätzen zwei und drei gleich zwei Mal aufs Podest. Sein Teamkollege Markus Pommer sicherte sich die Punkte für die Plätze zwei und fünf. Ab jetzt begannen die beiden jungen Piloten ihre Konkurrenten in der Tabelle gehörig unter Druck zu setzen.
Laurens Vanthoor machte in Oschersleben endgültig klar, dass er sich den Titel holen will. An diesem Wochenende sicherte er sich mit zwei Siegen, zwei schnellsten Runden und einer Pole-Position 23 der möglichen 24 Punkte und setzte sich damit auch von seinem Teamkollegen Stef Dusseldorp ab. Die Glückssträhne des Belgiers fing aber gerade erst an.
Sein Teamkollege erlebte in der Magdeburger Börde hingegen ein schwarzes Wochenende und zeigte zum ersten Mal Nerven. Im Qualifying hatte er sein Fahrzeug schwer beschädigt und sein Team alle Hände voll zu tun, alles wieder aufzubauen. Trotzdem konnte er im ersten Rennen seine Pole-Position nicht umsetzten und fiel auf den dritten Rang zurück. Später drehte er sich ohne Fremdeinwirkung und landete auf Platz sechs. Auch im zweiten Rennen unterlief ihm ein Fahrfehler und er erreichte das Ziel außerhalb der Punkte. Auch Rahel Frey hatte kein gutes Wochenende und kam über einen siebten Rang im ersten Rennen nicht hinaus.
Lauf 9+10: Sieg für Nico Monien
Großer Jubel bei Nico Monien auf dem EuroSpeedway Lausitz. Der Deutsche holte sich um seinem Team Zettl Sportsline den ersten Sieg im ATS Formel-3-Cup. Am Start hatte er sich in Führung katapultiert und diese auch nicht mehr aus seinen Händen gleiten lassen. Der 19-Jährige sorgte dafür, dass nach 2007 endlich wieder die deutsche Hymne im ATS Formel-3-Cup gespielt wurde. Damals hatte Christian Vietoris auf dem Sachsenring gewonnen.
Laurens Vanthoor baute seine Führung in der Gesamtwertung immer weiter aus. Ein Sieg, einer zweiter Platz, zwei Pole-Positionen und zwei schnellste Runden brachten ihm 22 Punkte. Da sein Teamkollege erneut patzte hatte der Belgier nun schon einen Vorsprung von 42 Zählern. Für Stef Dusseldorp waren an diesem Wochenende nur sechs Punkte für den dritten Platz im zweiten Rennen drin.
Rahel Frey schaffte in beiden Läufen zwar den Sprung in die Punkte, aber Rafael Suzuki zog mit dem Plätzen zwei und sechs in der Tabelle an ihr vorbei. Doch leider es war es auch das letzte Mal in dieser Saison, dass sie ein Rennen im ATS Formel-3-Cup bestritt.
Lauf 11+12: Nilsson endlich auf dem Podest
Endlich hatte er es geschafft: der Schwede Max Nilsson erreichte zum ersten Mal in seiner langjährigen Formel-3-Karriere in Assen einen Platz auf dem Siegerehrungspodest. Mit Rang drei hatte er sich nur den beiden Van-Amersfoort-Piloten geschlagen geben müssen.
Laurens Vanthoors Erfolgssträhne ging weiter: Nachdem er an den letzten beiden Wochenende 23 bzw. 22 Punkte holte, sicherte er sich in Assen vor 57.000 Zuschauern mit 24 Zählern das Komplettpaket: zwei Siege, zwei Poles und zwei schnellste Runden. Damit eröffnete er sich alle Chancen schon bei der nächsten Veranstaltung auf dem Nürburgring den Titel vorzeitig zu gewinnen.
Für Rafael Suzuki begann mit diesem Wochenende eine Odyssee. Wegen Budgetproblemen wechselte er von Performance Racing ins Team HS Technik. Dort lebte er sich schnell ein und bedankte sich bei seinem neuen Team mit den Plätzen vier und drei. In Assen war bei HS Technik ein altbekanntes Gesicht wieder aufgetaucht: Harald Schlegelmilch kehrte genau an jener Stelle in den Cup zurück, an der er am erfolgreichsten war. Großes Pech hatte Markus Pommer, der zum ersten Mal in dieser Saison ohne Punkte blieb.









