Es bleibt spannend
(26.07.2010) Zum ersten Mal in dieser Saison war der ATS Formel-3-Cup nicht im Rahmen des ADAC GT Masters Weekend unterwegs. Das fünfte Rennwochenende absolvierte die schnellste deutsche Formel-Rennserie auf dem Nürburgring im Rahmen des ADAC Truck Grand Prix. Damit präsentierte man sich einem ganz anderen Publikum und zigtausend Truck-Fans.
Auch das Wetter war den Teilnehmers des ATS Formel-3-Cup wohl gesonnen. Am Freitag regnete es erst nach dem Qualifying. Die restlichen beiden Tage blieb es trocken. Auch ganz zur Freude der vielen Fans, die in die Eifel gepilgert waren und dort campten.
Aus dem Fahrerlager
Durch die knappen Platzverhältnisse im Fahrerlager wurde es eng in den Boxen des ATS Formel-3-Cup. Die Teams mussten ihre Lkw mit in der Box unterbringen. Immer wieder erstaunlich: Die mächtigen Auflieger samt Zugmaschinen passen genau zwischen die beiden Tore.
Am Freitag feierte ATS Formel-3-Trophy-Fahrer Riccardo Brutschin seinen 18. Geburtstag. Ab jetzt darf der STROMOS Artline-Pilot mit dem eigenen Auto zu Rennstrecke reisen und muss nicht mehr auf dem Beifahrersitz Platz nehmen. Den fahrbaren Untersatz gab es auf dem Nürburgring gleich als Geschenk mit dazu: einen mattschwarzen Gebrauchtwagen mit Schleife!
Streckensprecher Peter Dahlmanns bekam auf dem Nürburgring tatkräftige Unterstützung. Der amtierende Meister des ATS Formel-3-Cup Laurens Vanthoor glänzte als Co-Kommentator mit Insiderinformationen.
Bei STROMOS Artline ersetzte dieses Wochenende der Finne Daniel Aho seinen Landsmann Aleksi Tuukkanen. Aho feierte einen guten Formel-3-Einstand. Er kam in der ATS Formel-3-Trophy zwei Mal hinter seinem Teamkollegen Riccardo Brutschin auf Rang zwei ins Ziel.
Der ATS Formel-3-Cup hat ein neues Führungsfahrzeug. Der rote Scirocco, der während der ersten vier Rennwochenenden zum Einsatz kam, wurde von einem weißen Nachfolger abgelöst. Der Sportwagen geht nach der Saison an den Gesamtsieger - die Top 5 der Tabelle konnten bei einem Fotoshooting mit dem Scirocco schon mal auf Tuchfühlung gehen.
Das der ATS Formel-3-Cup ein ideales Karriere-Sprungbrett ist, verdeutlicht auch das Interesse anderer Serien. Den Sieger des ATS Formel-3-Cup erwartet nun noch ein weiteres Highlight: eine Testfahrt in der Renault World Series.
Point S, einer der großen Sponsoren des ATS Formel-3-Cup, hatte zum Nürburgring rund 300 Gäste eingeladen. Die Motorsportfans konnten einen Blick hinter die Kulissen werfen: Neben dem Besuch der Startaufstellung und einer Boxenführung, bekamen sie bei Interviews mit Formel-3-Piloten in der Lounge Informationen aus erster Hand.
Fahrer des Wochenendes
Obwohl ihm dieses Mal kein Sieg gelang, fiel Daniel Abt wegen seiner grandiosen Aufholjagd im ersten Rennen besonders auf. Nach der Kollision mit seinem Teamkollegen Stef Dusseldorp war Abt ans Ende des Feldes zurückgefallen, um nach 30 Rennminuten auf dem fünften Platz abgewinkt zu werden.
Die Rennen
Im ersten Rennen sicherte sich Tom Dillmann souverän den Sieg vor Felix Rosenqvist und Willi Steindl, der damit seinen ersten Podiumsplatz dieser Saison feierte. Daniel Abt wurde in der ersten Kurve nach dem Start in eine Kollision mit seinem Teamkollegen Stef Dusseldorp verwickelt. Er startete im Anschluss eine grandiose Aufholjagd vom letzten Platz und kam noch als Fünfter ins Ziel.
Auch im zweiten Rennen am Sonntag dominierte Dillmann. Vom Start weg ging er in Führung und ließ seine Konkurrenten nicht an sich herankommen. Rang zwei sicherte sich erneut Rosenqvist vor Daniel Abt.
Die Wertungen
In der Gesamtwertung konnte Dillmann die Führung wieder übernehmen. Der Franzose hat nun 80 Punkte auf seinem Konto und damit sieben Zähler Vorsprung auf Abt. Spannend ist es auch rund um den dritten Platz. Kevin Magnussen und Dusseldorp haben beide 48 Punkte. Rosenqvist lauert mit 43 Zählern auf Position fünf.
Im SONAX Rookie-Pokal hat Abt weiterhin die Nase vorne. Er führt mit 82 Punkten vor Magnussen mit 66 Zählern. Rosenqvist liegt mit 53 Punkten auf dem dritten Rang. In der ATS Formel-3-Trophy hat Riccardo Brutschin seine Führung weiter ausgebaut. Er führt klar mit 94 Punkten vor seinem Teamkollegen Alexey Karachev, der 65 Zähler auf dem Konto hat. Im AvD Speed Pokal konnten bisher nur Tom Dillmann (10 Punkte), Daniel Abt (8 Punkte) und Stef Dusseldorp punkten.









