Interessanter Kontrast
(20.07.2010) Am kommenden Wochenende folgt schon das nächste High-Light im ATS Formel-3-Cup: der Auftritt im Rahmen des Truck Grand Prix auf dem Nürburgring. Den Anhängern der schweren, bulligen Renntrucks und der kultigen Country-Musik bietet die schnellste deutsche Formel-Rennserie einen interessanten Kontrast. Seit jeher begeistern die pfeilschnellen Formel-Rennwagen die Lkw-Fans entlang der Sprint-Strecke auf dem Nürburgring.
Nach acht von 18 Rennen darf man sich in der Eifel ganz besonders auf die Läufe neun und zehn freuen. Sie versprechen eine Menge Spannung und Action, wie der Blick in die Tabelle zeigt. Daniel Abt, der erst 17-jährige Sohn des DTM-Teamchefs Hans-Jürgen Abt hat es tatsächlich geschafft! Zur Saisonmitte führt der Allgäuer die Meisterschaft an. 21 von 24 möglichen Punkten und seinen ersten Formel-3-Sieg holte Abt vor einer Woche in Assen. Damit war sogar der Routinier Tom Dillmann geschlagen. Der Franzose hat nun fünf Punkte Rückstand auf den Deutschen. Auf die Fortsetzung des schnellen Duells darf man gespannt sein. Die Verhältnisse sind ausgeglichen: Abt fährt wie Dillmann einen Dallara-Volkswagen.
Jetzt hat sich auch Felix Rosenqvist in die Siegerliste des ATS Formel-3-Cup eingeschrieben. Der Schwede ist nach dem Rennwochenende in Assen bereits der sechste unterschiedliche Pilot, der in den ersten acht Saisonrennen siegen konnte. Der 18-Jährige aus Malmö steht nun auf dem fünften Tabellenplatz. Unmittelbar vor ihm rangieren Stef Dusseldorp (Niederlande) und Kevin Magnussen (Dänemark).
Die Trophy-Wertung scheint zur fetten Beute von Ricardo Brutschin zu werden. In Assen fügt der Deutsche die Rennsiege fünf und sechs hinzu und kletterte damit auf 74 Punkte. Spannend geht es hier auf den Plätzen zwei und drei zu. Mal hat der Finne Aleksi Tuukkanen die Nase vor, mal der Russe Alexey Karachev. Alle drei eint eines: sie fahren als schnelles Trio im Team Stromos Artline. Den mit 10.000 Euro dotierten SONAX-Rookie-Pokal haben vor allem Daniel Abt und Kevin Magnussen fest im Blick. Beide sind schon mit rund 30 Punkten Vorsprung der Konkurrenz enteilt. Im AvD Speed-Pokal ist jedoch noch alles offen. In dieser, vom traditionellsten deutschen Automobilclub ausgeschriebenen Wertung, liegen Daniel Abt und Tom Dillmann gleichauf an der Spitze.
Den Truck Grand Prix sollten man demnach allein wegen des ATS Formel-3-Cup nicht verpassen. Actionreicher Formelsport mit zahlreichen Zweikämpfen bilden das Tüpfelchen auf dem „i“ einer abwechslungsreichen Veranstaltung. Wer den Weg in die Eifel nicht finden sollte, dem ist das Live-Timing auf der offiziellen Homepage des ATS Formel-3-Cup empfohlen. In Echtzeit erfährt man hier, wie sich die Piloten schlagen.









