Spiess
Der Name Spiess steht im Motorsport für höchsten Qualität aus dem Schwabenland. Seit jeher in Ditzingen beheimatet, konnte das mittelständige Unternehmens 2001 ein neues, hochmodernes Gebäude an der Dieselstrasse beziehen. Hier gehört beispielsweise auch ein dynamischer Motorenprüfstand zur Grundausstattung. Die Investition von mehr als eine Million Euro zahlt sich aus: situationsbedingte Streckendaten oder die fahrender Rennwagen lassen sich programmieren, um Realbedingungen zu simulieren. 40 Mitarbeiter sind derzeit bei der Siegfried Spiess Motorenbau GmbH beschäftigt. Neben Hightech-Produkten und qualitativen Höchstwerten, gilt nicht zuletzt die Kundennähe als eines der herausragenden Erfolgsprinzipien. „Unser Markt ist die Welt“, so Firmengründer Siegfried Spiess. Rennmotoren aus Ditzingen laufen in Argentinien, Japan oder China genau so gut wie in Deutschland.
Die Erfolgsstory von Spiess-Tuning begann Mitte der 50-ger Jahre, als Siegfried Spiess mit seiner selbst getunten NSU Fox erste Siege und Titel einfuhr. 1963 folgte der Triumph auf vier Rädern: ‚Siggi’ Spiess wurde Deutscher Berg-Meister mit seinem NSU-Tourenwagen. Der Grundstein für den späteren Tuning-Bertrieb wurde 1965 gelegt, nachdem NSU den von Spiess getunten Motor serienmäßig in den TTS einbauen ließ.
Größte sportliche und auch geschäftliche Erfolge erzielt das Familienunternehmen Spiess jedoch im Monoposto-Sport: 1978 über die Formel-VW-Super-V eingestiegen, siegen seit 1979 die Spiess-Aggregate in der Formel 3 – zuerst auf VW-Basis, dann der 2-Liter aus dem Hause Opel. Seit Mitte der 90-ger Jahre werden auch andere Rennmotoren hergestellt, für die Super Tourenwagen Meisterschaft (STW) in Südafrika ebenso wie für die Britische Tourenwagen Meisterschaft (BTCC) für die DTM (Deutsche Tourenwagen Masters) und sogar für den VW-Werkseinsatz bei der Rallye Paris-Dakar.
Weltweit laufen derzeit weit über 300 Spiess-Motoren. Sie alle haben das Potenzial für Siege und Titelgewinne – nur umsetzen muss es der Fahrer, so wie 1990 Michael Schumacher, den ein Spiess-Motor zum Deutschen Formel-3-Meister verhalf und so seine Karriere entscheidend bestimmte.








